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Rubrik Kunst und Kultur

Kunst & Kultur

Foto-Ausstellung »The Gates«

Christo und Jeanne-Claude in der Stadtteilbibliothek Rodenkirchen
Klaus Hillenberg, 4/2006 - Am 12. Februar 2005 realisierte das Künstlerehepaar Christo und Jeanne-Claude das lang ersehnte Projekt in New York: "The Gates". Die Grossstadt New York - the melting pot of people (der Schmelztiegel der Völker) - übt auf den Besucher eine grosse Faszination aus. The City never sleeps - Tag und Nacht ist diese Stadt in Bewegung.
Mitten drin liegt der Central Park, die "grüne Lunge" des "Big Apple". Der Park ist fast 4 km lang und ca. 800 m breit. Diese grüne Oase grenzt im Norden an die 110th Street, im Süden an die Hotelmeile Central Park South (W 59th Street), im Osten an die glanzvolle Fifth Avenue (Museum Meile) und im Westen an die Strasse Central Park West.
 
Am 12. Februar 2005 war es soweit: der Bürgermeister Michael R. Bloomberg entrollte das erste Tuch der "Gates". 25 Jahre lang haben Christo und Jeanne-Claude auf die Genehmigung warten müssen. "The Gates" heisst das neueste Kunstwerk des Künstlerehepaares Christo und Jeanne-Claude. Auf 37 km Wegen des Central Parks wurden 7.500 Tore (The Gates) aufgestellt. The Gates waren 4,87 m hoch und variierten in ihrer Breite entsprechend den 25 verschiedenen Massen der Parkwege im Central Park zwischen 1,67 m und 5,48 m.
 
Die Tore sind versehen mit safranfarbenen Stoffbahnen. Die mehr als 100.000 Quadratmeter Stoff wurden gewebt, zugeschnitten und genäht im nordrhein-westfälischen Emsdetten. Die Torkonstruktionen wurden in Fabriken an der Ostküste der USA hergestellt. Für die Tore wurden mehr als 5.000 Tonnen Stahl verarbeitet. Für nur 16 Tage waren die Tore zu besichtigen, danach wurden sie recycelt (Tore und Stoffe).
Was will uns das Kunstwerk sagen?
Die Künstler erklären selbst, was das Werk "The Gates" nicht sein will: "Es hat keinen Zweck, es ist kein Symbol, es hat keine Botschaft. Es ist einfach nur ein Kunstwerk." Und sie ergänzen: "Es ist nicht nötig, über dieses Kunstwerk zu reden. Man muss es sinnlich erleben." Für diejenigen, die durch die "The Gates" hindurchgehen, werden die Tore wie ein goldenes Dach warme Schatten werfen. Der Blick von den Gebäuden rund um den Central Park wird die Tore wie einen goldenen Fluss erscheinen lassen. Das leuchtende Gewebe unterstreicht die natürliche Gestaltung des Central Park. Die rechteckigen Stangen erinnern an die geometrische, gitterartige Anlage der umliegenden Häuserblocks.
 
Warum gerade die Farbe Safran? Die Künstler selbst sagen "die Installation soll wirken wie ein von der tiefstehenden Februarsonne golden erleuchteter Fluss". Doch viele Besucher haben ihre eigene Interpretation.
 
Ich folge dem Hinweis des Künstlerehepaares und erlebe "The Gates" sinnlich. Je nach Sonneneinfall, Staffelung der Tore und dem Wogen der Tücher bei Windeinfall verändern sich die Farben von safran in orange oder in rot oder in gelb. Für alle Besucher ergibt sich ein fröhliches Spektakel. "The Gates" harmonisieren mit der Schönheit des Central Park.
Klaus Hillenberg
Klaus Hillenberg wurde im Januar 1943 in Bottrop (Westfalen) geboren. Seit vielen Jahren lebt er in Köln und befindet sich seit einigen Monaten im Ruhestand. Er legt bei seinen Fotos weniger Wert auf grosse künstlerische Darstellungen, sondern er "schiesst" seine Bilder so wie der Betrachter sie ebenfalls sieht.
 
Ausstellung bis 19.5.2006: Stadtteilbibliothek Rodenkirchen, Schillingsrotter Str. 38 a, 50996 Köln
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