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Informationen und Themen auf go2koeln.de
In unregelmäßigen Abständen infomieren wir hier über kulturelle und künstlerische Aktionen und Termine. Ergänzen werden wir diese Rubrik mit Artikel über die Kölner-Kunst-Geschichte.

Rubriken

Kunst & Kultur
plan03

Forum aktueller Architektur in Köln
vom 19.9. - 26.09.2003
Text: plan03 / BDA / go2 - Die Idee von plan ist, Architektur aus erster Hand und in vielen Fällen auch 1:1 am realisierten Objekt zu zeigen. Architektur und Städtebau sollen während einer Woche intensiv erlebt und diskutiert werden. Die Besucher können sich entlang eines Ausstellungsparcours mit diesmal 40 Projekten durch die Stadt bewegen und ihre eigenen Routen zusammenstellen. Rund 80 Veranstaltungen bietet die Terminübersicht dieses Jahr.
Mit plan03 feiert das Forum aktueller Architektur, das "Original", seinen fünften Geburtstag. Wie das in Köln so üblich ist, zählt die plan-Woche inzwischen zu den schon "traditionellen" Jahresevents. Schirmherr und Förderer Michael Vesper, Minister für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, schätzt plan als Instrument der Verbreitung von Baukultur, und die bundesweite Aufmerksamkeit für dieses Festival der Architektur hat weiter zugenommen. Den Besuchern bietet plan03 erneut ein ebenso vielfältiges wie umfangreiches Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm: Architekturbüros, Stadt- und Landschaftsplaner, aber auch Institutionen, Verbände, Initiativen und einzelne Künstler präsentieren an den unterschiedlichsten Kölner Schauplätzen Projekte, Themen und Ideen. plan lädt Kulturinteressierte und Fachleute dazu ein, während einer Woche als "Architekturhungrige" durch die Stadt zu flanieren und mit den jeweiligen "Machern" zu plaudern oder auch zu diskutieren. Vor allem durch das Sonderprojekt Via Sacra, aber auch durch einige andere Beiträge wird wie in den Jahren zuvor der öffentliche Raum als Schauplatz und als Thema von besonderer Bedeutung sein.
preis - camp - events
In diesem Jahr wird plan erstmalig einen Preis für die beste Präsentation vergeben. Eine unabhängige Jury wird diesen während der Abschlussveranstaltung am 28.09. im meetingpoint vergeben. Der meetingpoint - im Museum für Angewandte Kunst, unweit des Doms und Hbf - ist Festivalzentrum für Informationen, Verabredungen und Veranstaltungen unterschiedlichster Schwerpunktsetzung. Eine dieser Veranstaltungen wird am 25.09. um 20:00 Uhr von der Stadtrevue Köln ausgerichtet und fragt in einer Podiumsdiskussion mit Journalisten, Politikern und Architekten: "Was für Häuser braucht die Stadt? Kölner Stadtplanung zwischen Denkmalpflege, Sozialpolitik und Wirtschaftsinteressen". Am Beispiel des entstehenden neu gestalteten Stadtviertels im Kölner Rheinauhafens oder dem symbolträchtigen Abriss der Kunsthalle wird die Frage aufgeworfen, wem die Stadt gehört und wer entscheidet was? Dem Umgang mit Geschichte und Bausubstanz soll auf Veranstaltung nachgegangen werden, unter der Prämisse, dass Städtebau auch Sozialpolitik ist. Andere Beiträge begeben sich heraus in die Stadt. Die KISD Köln International School of Design entwickelten ein Leit-, Orientierungs- und Informationssystem für die Via Sacra, einem weiteren Schwerpunkt von plan03. Fünf studentische Projektgruppen entwickelten im Austausch mit den weiteren Via-Sacra-Beteiligten, unterschiedliche Konzepte eines Zeichensystems als neue medienübergreifende Orientierungsmodelle im öffentlichen Raum.
Via Sacra
In Rom durchquert die Via Sacra ehrwürdiges Gelände, das Forum Romanum zwischen dem Kapitolinischen Hügel und dem Titusbogen. An diesen Prozessionsweg zwischen antiken Kultstätten hat Rudolf Schwarz, Kölns Stadtplaner von 1946 bis 1952, gedacht, als er 1950 in seine Broschüre Das neue Köln eine Zeichnung aufnahm, die eine Kölner Via Sacra zeigt; der Architekturhistoriker Wolfgang Pehnt hat sie unlängst wiederentdeckt. Zwischen mittelalterlicher und römischer Stadtmauer verbindet dieser bogenförmige Weg, der vor dem Industriezeitalter auch durch Gemüsegärten und Weinäcker führte, Stifts- und Pfarrkirchen von St. Kunibert im Norden bis St. Severin im Süden oder umgekehrt. Einige von ihnen - St. Gereon, St. Aposteln, St. Pantaleon - zählen zu den großen Zeugnissen europäischer Baugeschichte. Im Prozessionswesen des "Heiligen Köln" haben Abschnitte dieses Weges eine Rolle gespielt. Bei der achttägigen Trauerzeremonie für den später heilig gesprochenen Erzbischof Anno im Jahre 1075 ist die Via Sacra auch zur Gänze benutzt worden. Die heutige Kölner Via Sacra ist demnach halb historische Realität, halb die Idee eines phantasiereichen Stadtplaners. Sie berührt große Sakralbauten, die nach den Kriegszer-störungen wiedererstanden sind, und setzt sie in einen räumlichen Zusammenhang. Die Via Sacra verdeutlicht die enorme Ausdehnung der alten Stadt und erschließt - neben den berühmten Baudenkmälern - auch weniger bekannte Bauten aus Mittelalter, Barock und Moderne. Sie macht ein Stück alltägliches Köln jenseits der Touristenstrecken zugänglich, mit all seinen Facetten. Der Bund Deutscher Architekten, Bezirksgruppe Köln (BDA) und das Architektur Forum Rheinland (AFR) werden in der plan-Woche mit einer großräumigen Stadtinszenierung auf die Kölner Via Sacra aufmerksam machen. Das Projekt umfasst die Stadtinszenierung am 20./21.9.03 und die während der gesamten Woche stattfindenden Veranstaltungen: Führungen durch die Kirchen und die umliegenden Quartiere sowie Ausstellungen, Licht-, Bild- und Objektinstallationen entlang der Via Sacra.
Licht
Objektinstallationen und die Inszenierung von Licht ist Thema eines plan-Projektes in der alten Schiffsschraubenfabrik in Ehrenfeld. 37,5 m³ Überseecontainer sind mancher Orten genügend Platz zum Arbeiten und Wohnen. AIT / Phillips AEG Licht Gmbh haben in den Industrieruinen begehbare Container ins "Licht gesetzt", und laden ein, die vielschichtige Wirkung von Licht und Lichtsteuerung zu erfahren. Darüber hinaus können im Anschluss der Veranstaltungsreihe in einem Architektur-Workshop Zukunftsvisionen erarbeitet werden.
Viele weitere Veranstaltungen, Besichtigungen und Projekte durchziehen die Stadt in unterschiedlichsten Facetten. Alle hier zu nennen würde den Rahmen deutlich sprengen. Daher der Verweis auf das ausführliche Programmheft, was an allen Veranstaltungsorten erhältliche ist, sowie im Internet unter www.plan-project.com
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plan-project.com
 
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